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In der Balance zwischen Ökologie und Ökonomie

Neues Rechenzentrum für Dataport

Ein gutes Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und Sicherheit ist für Dataport Voraussetzung für den effizienten Rechenzentrumsbetrieb. Es kommt auf eine ausgewogene Balance der einzelnen Komponenten an – bei der auch die soziale Verantwortung eine Rolle spielt.

Mehr als Server und Kabel: Moderne Rechenzentren berücksichtigen auch ökologische Aspekte.Wirtschaftskrisen beschäftigen die Welt, die Folgen der globalen Erwärmung werden langsam spürbar – wir leben in einer  Epoche, die von uns in zunehmendem Maße ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung und ein Denken in immer größeren Zusammenhängen verlangt – auch in der Informationstechnik. IT ist zum Rückgrat der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Infrastruktur geworden. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Die Anforderungen an IT-Infrastrukturen steigen immer weiter. Jährlich wächst der Bedarf an Rechner- und Speicherkapazität um rund 60 Prozent. Hochverfügbarkeit und Höchstleistungen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche sind normales Maß. Die Kehrseite der Medaille: Auch der Energiebedarf steigt und steigt. IT ist heute für ungefähr zwei Prozent der weltweiten CO2-Emission verantwortlich; Tendenz auch hier steigend. Zwei Prozent sind nicht viel, mag man meinen, aber um diese zwei Prozent Kohlendioxid abzubauen, bräuchte es 60 Milliarden Bäume. Auch in den Rechenzentren von Dataport würde die Systemleistung regulär bis in das Jahr 2020 von 1 035 kW auf 4 127 kW wachsen – ohne effizienzsteigernde Maßnahmen.

Konsolidierung der Rechenzentren

Wie müssen Unternehmen mit dieser Situation umgehen, um zukunftsfähig, sicher und optimal auf die wachsenden Anforderungen zu reagieren und trotzdem soziale und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen zu können? Bereits vor einiger Zeit hat Dataport entschieden, die vorhandenen fünf Rechenzentren an zwei Standorten in modernen, ausbaufähigen Rechenzentren zusammenzuführen. Die Standorte werden alle Anforderungen an ein zeitgemäßes Rechenzentrum erfüllen: Sie sollen maximale Verfügbarkeit ermöglichen sowie wirtschaftlich, sicher und umweltfreundlich sein. Anforderungen, die durchaus in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen. Schließt nicht hohe Verfügbarkeit Energieeffizienz aus? Ist ein hoher Sicherheitsstandard nicht kostspielig? Diese Fragen standen für Dataport bei der Auswahl eines Anbieters für Rechenzentrums-Serviceleistungen im Fokus. Die Wahl fiel nach einem Vergabeverfahren auf die akquinet outsourcing gem. GmbH. Die beiden neuen Rechenzentren werden zurzeit gebaut. Nach dem geplanten Bezug der neuen Systemräume wird Dataport in der Lage sein, das Spannungsverhältnis Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

Modulare und skalierbare Infrastruktur

Die Strategie dafür: Dataport setzt zum einen auf eine Rechenzentrumsinfrastruktur, die modular aufsetzt und skalierbar ist. Zukünftigen Anforderungen, seien es ein Technologiewechsel oder die Kapazitätserweiterung, kann Dataport damit souverän begegnen. Durch die Konsolidierung der Rechenzentren auf zwei Standorte optimiert Dataport die Rechenzentrumsstruktur. Automatisierte Prozesse und moderne Klima- und Versorgungstechnologien sorgen für ein hohes Maß an Ausfallsicherheit. Die neuen Rechenzentrumsstandorte liegen mit einem Abstand von rund neun Kilometern Luftlinie in einem für die Notfallvorsorge idealen Verhältnis zueinander. Die Voraussetzungen für eine BSI-konforme Notfallvorsorge sind somit gegeben. Durch Virtualisierungstechniken und die Umsetzung von Aspekten der Green IT erreicht Dataport eine Effizienzsteigerung, die bis zum Jahr 2020 zu einer Reduzierung des Energiebedarfs von 46 Prozent führt – trotz geplantem vierfachen Wachstums der Systemleistung.

Umfassende Green IT

Green IT selbst ist für Dataport ein zentraler Aspekt. Die Optimierung der Rechenzentren verfolgt Dataport als ganzheitlichen Ansatz. Die Eckpunkte dabei: Ökonomie, Ökologie und Technologie. IT selbst ist nicht grün, kann aber immer grüner werden. Stichworte dafür sind neben den klassischen Green IT-Themen wie moderne Kühlsysteme oder energieeffiziente Hardware auch die bessere Auslastung der Systeme und vor allem auch die Konsolidierung der Anwendungen.

Spannend ist auch ein weiterer Aspekt. Am Hamburger Standort ist geplant, einen Teil des unterirdischen Rechenzentrumsgebäudes durch eine Sporthalle zu überbauen, die von einer Schule in der Nachbarschaft genutzt werden soll. Die Überbauung integriert das Rechenzentrumsgebäude in das vor Ort bestehende urbane und soziale Umfeld und spart durch diese Verbindung wertvolle Flächenressourcen. Die Sporthalle wird durch Abwärme aus dem Rechenzentrum beheizt werden. Ein sinnvolles Zusammenspiel von Sicherheit, Ökonomie und Ökologie, für das Dataport eintritt.

Damit ist Dataport gut für die Zukunft aufgestellt. Die neuen Rechenzentrumsstandorte sind auf künftiges Wachstum von Dataport ausgerichtet und ermöglichen den wirtschaftlichen IT-Betrieb bei hohen Sicherheitsstandards.

© Datareport 3/2011


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