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Pressesprecherin

Digital First: Dataport entwickelt Online-Dienste aus der Factory

Dataport Pressemitteilung

Altenholz Dataport

​Hamburg treibt sein Programm "Digital first" konsequent voran und wird stetig weitere Verwaltungsleistungen digitalisieren. Zu den bereits mehr als 100 verfügbaren Online-Diensten sollen ab Ende 2018 weitere 27 Leistungen hinzukommen. Für diesen Digitalisierungsschub hat der IT-Dienstleister Dataport eine neue Online-Service-Infrastruktur (OSI) und eine Online-Dienste-Factory aufgebaut, mit der Dienste schnell und in hoher Stückzahl entwickelt und bereitgestellt werden können.

"Mit OSI und der Factory sind gute Voraussetzungen für das Digital First Programm und damit für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes geschaffen", so Christian Pfromm, Chief Digital Officer des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Das "Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen" - auch Onlinezugangsgesetz (OZG) genannt – verpflichtet alle Verwaltungen in Deutschland bis Ende 2022 575 Online-Dienste elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten.

OSI ist modular aufgebaut. Die Infrastruktur enthält alle Komponenten, mit deren Hilfe Bürger und Unternehmen auf Online-Dienste der Verwaltung zugreifen können. Darunter das Servicekonto mit dem sich Bürger und Unternehmen anmelden, ein Postfach für Eingaben und Bescheide, eine Bezahlfunktion sowie einen Enterprise Service Bus (Anbindung an Fachverfahren).

OSI löst nach und nach das seit 15 Jahren erfolgreiche GovernmentGateway ab, auf dem bislang Online-Dienste für Hamburg und Schleswig-Holstein bereitgestellt werden. Diese werden nun 2019 auf OSI umziehen. Die ersten neuen Online-Dienste im Zuge von Digital First – Asbestmeldungen und Bewohnerparken – für Hamburg werden zurzeit als Prototypen fertiggestellt. Sie dienen als Vorbild für die Entwicklung weiterer Online-Dienste.

Basis für die Entwicklung einer großen Anzahl unterschiedlicher Online-Dienste ist ein standardisierter Ablauf, der das Zusammenspiel zwischen Auftraggeber und IT-Dienstleister für jeden Auftrag nach demselben Muster wiederholt. Dafür hat Dataport die Online-Dienst-Development-Factory konzipiert. Auf der Basis von "Entwicklungs- und Produktionsstraßen" sind die einzelnen Schritte von der Idee bis zur Inbetriebnahme des Dienstes ebenfalls standardisiert. So garantiert Dataport sowohl ein hohes Tempo als auch eine hohe Qualität der einzelnen Online-Dienste. Entwickelt wird bei Dataport nach agilen Methoden.

Mit OSI und der Online-Dienst-Development-Factory ist Dataport darauf vorbereitet, neben Hamburg auch für weitere Länder und Kommunen Online-Dienste umzusetzen. "Die Infrastruktur steht auch anderen Verwaltungen für ihre Digitalisierung zur Verfügung", betont Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport. "Digitalisierung in Deutschland soll kein Stückwerk sein". 

Hintergrund: Onlinezugangsgesetz (OZG)

Alle Verwaltungen in Deutschland sind verpflichtet, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten. Das regelt das "Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen", auch Onlinezugangsgesetz (OZG) genannt. Eine Expertengruppe aus Bund, Ländern und Kommunen hat 575 OZG-Leistungen identifiziert, die über einen Verbund der Verwaltungsportale einheitlich abgerufen werden können ­– von der Anzeige einer Geburt bis zur Zulassung von Kraftfahrzeugen. Der Portalverbund startet zunächst in vier Bundesländern: Bayern, Berlin, Hamburg und Hessen. Der Bund stellt technische Basisfunktionen bereit, die vier Piloten bringen ihre bisherigen Verwaltungsportale in den Testbetrieb mit ein. Das Gesetz schreibt weiterhin vor: Bürger und Unternehmen sollen mit ihrem Heimatkonto auch auf Dienstleistungen von Verwaltungen anderer Bundesländer zugreifen können. Vordem noch nicht kompatible IT-Infrastrukturen werden dadurch zusammengeführt.

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