50 Jahre IT in Schleswig-Holstein

Kooperation - Innovation - Sicherheit

Vor 50 Jahren begann in  Schleswig-Holstein mit der Gründung der Datenzentrale Schleswig-Holstein (DZ-SH) der systematische Einsatz von Computern in der Verwaltung. Einige Schlaglichter auf den stetigen Wandel der Technologie und des IT-Dienstleisters.

​Die 1960er Jahre

2018-0187.jpg Technologie: Die zentrale Datenverarbeitung auf Großrechnern etabliert sich. Erster Rechner der DZ-SH mit 16 KB Speicherkapazität. Nachfolger 64 KB und 70.000 Instruktionen pro Sekunde. Programme werden auf Lochkarten (4096 verschiedene Zeichen/ 80 Byte Kapazität) eingegeben und nacheinander in der Reihenfolge der Speicherung abgearbeitet.

 


2018-0188.jpg IT in Schleswig-Holstein: Die Datenzentrale Schleswig-Holstein wird im April 1968 gegründet. Die DZ-SH soll dabei helfen, die Verwaltungsarbeit zu vereinfachen und zu rationalisieren - sowohl beim Land als auch bei den Kommunen. Dieser ebenenübergreifende Auftrag ist beispiellos in Deutschland. Das Bedienen von IT-Maschinen gehört noch zum Alltag der DZ-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter.

 

 

Die 1970er Jahre

2018-0189.jpg Technologie: Neben den Großrechnern etablieren sich auch andere EDV-Technologien wie dezentrale Terminals oder die Datenhaltung auf Mikrofilmen. Die Lochkartenprogrammierung wird durch die Programmierung direkt am Terminal abgelöst. Kombinierte zentrale und dezentrale Datenverarbeitung wird zum Standard.

 


2018-0190.jpg IT in Schleswig-Holstein: Die Datenzentrale Schleswig-Holstein bezieht ihr neues Gebäude in Altenholz-Klausdorf und wächst mehr in die Rolle des Prozessanalytikers und Programmierers. Mit dem einheitlichen Datenerfassungssystem EDDA wird erstmals ein zentraler Großrechner mit dezentraler Datenverarbeitung in den Kommunen kombiniert. Bereits 1977 bekommt die DZ-SH einen Datenschutzbeauftragten.

 

 

Die 1980er Jahre

2018-0191.jpg Technologie: Die Personal Computer drängen in die Büros und elektrifizieren mit grafischen Benutzeroberflächen die Bürokommunikation. Lokale Netzwerke und Diskettenlaufwerke ermöglichen eine dezentrale elektronische Datenhaltung. Die Verarbeitung und Speicherung von Daten erfolgt nun zentral und dezentral.

 


2018-0192.jpg IT in Schleswig-Holstein: Der erste von der DZ angebotene Arbeitsplatz-PC mit 64 KB Hauptspeicher, zwei Diskettenlaufwerken und Textverarbeitung kostet 1983 noch 14.250 Mark. Mit dem ERGO-NET geht das erste lokale Netz in der DZ in Betrieb und ermöglicht den Austausch interner E-Mails. Die DZ-SH ist nun vor allem als Entwickler und Systemintegrator sowie als IT-Trainer gefragt.

 

 

Die 1990er Jahre

2018-0194.JPG Technologie: Es dominieren nun lokale PC-Netzwerke. Die Leistungsfähigkeit von Rechnern und Netzen steigt immer schneller. Das Internet und Online-Verbindungen gewinnen zunehmend an Bedeutung und eröffnen neue Möglichkeiten. Standardisierung von IT wird zu einem bedeutenden Thema.

 


IT in Schleswig-Holstein: Mit IKOTECH entwickelt die DZ-SH ein System für die standardisierte Bürokommunikation. In Altenholz werden PCs aus einzelnen Komponenten gefertigt. Die Aufgaben als Hardware-Beschaffer und -Konfigurator und Netzwerk-Administrator nehmen immer größeren Raum bei der DZ-SH ein.

 

 

Die 2000er Jahre

Fotolia_6466635_XL.jpg Technologie: Die IT wird zum Hebel für Kostensenkung in der Verwaltung. Mit zentral gemanagten Geräten und dem Data-Center-Prinzip wird die Konsolidierung von dezentralen Systemen begonnen. Das Internet wird mit immer größeren Bandbreiten verfügbar.

 


2018-0195.jpg IT in Schleswig-Holstein: 2004 erfolgt der Zusammenschluss der Datenzentrale Schleswig-Holstein und dem Hamburger LIT sowie der Abteilung für Informations- und Kommunikationstechnik des Senatsamtes für Bezirksangelegenheiten zu Dataport. 2006 treten Bremen und Mecklenburg-Vorpommern bei. Mit dem Data Center Steuern wird ein erstes gemeinsames Rechenzentrum für mehrere Länder realisiert. Dataport wird zum Full Service Provider.

 

 

Die 2010er Jahre

Technologie: Cloud Computing mit IT als Service und das Management ultramobiler Endgeräte professionalisiert sich, Echtzeitverarbeitung von Sensordaten gewinnt an Bedeutung. Mobile Geräte sind auf dem Vormarsch und müssen in IT-Prozesse integriert werden. Verwaltungsprozesse werden zunehmend digitalisiert und online bereit gestellt.

 


IT in Schleswig-Holstein: Dataport entwickelt sich von einem reinen Full Service Provider zu einem Digitalisierungsgestalter. Prozessmanagement und Consulting werden neue wichtige Geschäftsbereiche. Dataport konsolidiert sein Rechenzentrum in einem hochmodernen Twin Data Center an zwei Standorten in Hamburg und Norderstedt.

Dataport wird in Schleswig-Holstein auch in Zukunft den digitalen Wandel der Verwaltung und der Gesellschaft begleiten.