Government as a Service

Gleichwertige Verwaltungsdienste überall auf Abruf

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Britta Heinrich

Pressesprecherin

 

Wie kann Verwaltung gewährleisten, jederzeit leistungsfähig, flexibel und gleichwertig für alle Bürger zu arbeiten, egal ob für Land- oder Stadtbewohner, wenn sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen radikal verändern, aber gleichzeitig der Anspruch an gleichwertige Verwaltungsdienstleistungen bestehen bleibt? Wie kann Verwaltung ihr Ziel, die Digitalisierung der Verwaltungsleistungen vorantreiben? Dazu drei Gedanken:

Erstens: Deutschland verändert sich – auch demografisch. Schon jetzt gibt es Landstriche mit wenigen Bewohnern die neben Großstädten und Metropolregionen bestehen müssen. Durch die ansteigende Lebenserwartung werden ländliche Regionen zugleich stärker altern als Metropolen. Doch Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, überall gleichwertige Verwaltungsdienstleistungen zu erhalten.

Zweitens: Mangelnde Durchgängigkeit hält 58 Prozent der Onliner davon ab, E-Government-Angebote zu nutzen. Meist werden  vorhandene Prozesse lediglich elektronisch abgebildet. Prozesse dürfen nicht nur digitalisiert werden. Sie müssen optimiert und medienbruchfrei abgebildet werden.

Drittens: Es ist zwar klar definiert, welche Leistungen der Staat den Bürgern bieten muss, doch das „Wie" ist nicht vorgegeben. Beim Gestalten von Verwaltungsdiensten ist Vielfalt aber hinderlich. Sie verwirrt Bürger und Unternehmen, die zu Recht gleichwertige Leistungen erwarten. Sie hemmt die medienbruchfreie Zusammenarbeit und ist durch redundante Infrastrukturen teuer für den Steuerzahler.

Standardisierung von wiederkehrenden Leistungen 

Verwaltung kann nur dann leistungsfähig, flexibel und gleichwertig für alle Bürger arbeiten, wenn sie sich für die IT-Unterstützung ihrer Dienstleistungen aus einem standardisierten Baukasten bedient. Eine Vision für ein gleichwertiges Portfolio an Verwaltungsdienstleistungen ist „Government as a Service"(GaaS). Dahinter verbirgt sich der Gedanke: Verfahren, Prozesse und Formate für wiederkehrende Leistungen werden standardisiert. Bestimmte wiederkehrende Aufgaben wie zum Beispiel Plausibilitätsprüfungen werden vollständig automatisiert.

Das Ergebnis ist ein modulares E-Government, mit dem digitalisierte Verwaltung in der Fläche umgesetzt werden kann. „Government as a Service" bedeutet aber auch: Nutzer rufen Software und Services nach Bedarf über das Netz bei einem öffentlichen IT-Dienstleister aus einer Verwaltungs-Cloud ab.

Erster Schritt: Prozesse vereinheitlichen 

Die Idee des GaaS ist nicht nur rein technischer Art. Um Verwaltungs-Software, von Anmeldeverfahren für Gewerbe oder Kfz bis zu Verfahren für elektronische Rechnungen, nach dem Cloud-Prinzip für Behörden in ganz Deutschland anzubieten, müssen zunächst Prozesse und Leistungen von immer wiederkehrenden Aufgaben standardisiert und automatisiert werden. Eine einheitliche Software kann die Verwaltung dann bei ihren Aufgaben unterstützen, egal wo.

GaaS hilft der Verwaltung, ihre Aufgaben effizient zu erledigen. Das gilt für wieder kehrende Aufgaben ebenso wie für neue Anforderungen. Dataport setzt auf das Modell und ist dabei, Strategien und Konzepte für die weitere Umsetzung zu entwickeln.