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eGovernment Monitor 2026: Digitales Verwaltungsangebot besser als sein Ruf, aber das Vertrauen in den Staat sinkt
Die Initiative D21 hat den eGovernment Monitor 2026 veröffentlicht. Dataport ist Partner der Studie, die aktuelle Zahlen zur Nutzung digitaler Verwaltungsangebote in Deutschland sowie im Vergleich mit Österreich und der Schweiz liefert. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum digitale Verwaltungsangebote angenommen werden – und warum nicht.
Die Ergebnisse zeigen: Das digitale Angebot der Verwaltung wird positiver bewertet als erwartet. 52 Prozent der Befragten bewerten die digitale Abwicklung besser als gedacht, 94 Prozent würden den digitalen Weg bei der Nutzung von Verwaltungsangeboten erneut wählen. Gleichzeitig erledigte jede*r Zweite das letzte Anliegen vollständig analog. Weitere 24 Prozent starteten digital, wurden jedoch durch Medienbrüche ausgebremst. 68 Prozent von der Befragten hätten ihr Anliegen lieber vollständig digital erledigt.
Die Erfahrungen mit Behörden und Ämtern prägen auch die Wahrnehmung des Staates. In Deutschland ist das Vertrauen in den Staat auf einen neuen Tiefstand gesunken: Nur noch 32 Prozent der Befragten haben (sehr) großes Vertrauen. Auch Behörden und Ämter verlieren erstmals an Vertrauen. Ihr Anteil sinkt von 37 auf 34 Prozent.
Die Studie macht deutlich, dass konkrete Erfahrungen mit der Verwaltung das Vertrauen in den Staat beeinflussen. Eine als leistungsfähig erlebte Verwaltung kann damit dazu beitragen, Vertrauen schrittweise zurückzugewinnen.