Onlinezugangsgesetz und OZG 2.0

OZG-Umsetzung im Team

Kindergeld beantragen, Wohnsitz ändern, Gewerbe oder Fahrzeug anmelden – Bürger*innen wollen die Dienstleistungen der Verwaltung auch online nutzen können, deutschlandweit einheitlich und mit nur einem Nutzerkonto. Das regelt das Onlinezugangsgesetz.

Definition Onlinezugangsgesetz

Was sind OZG und OZG 2.0?

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtete Bund, Länder und Kommunen, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen auch elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten und diese miteinander zu einem Portalverbund zu verknüpfen. Im Juni 2023 hat der Bundestag beschlossen, das Onlinezugangsgesetz zu novellieren und anzupassen. Das OZG 2.0 soll den Rahmen für die weitere Digitalisierung der Verwaltung und zentrale Voraussetzungen für nutzerfreundliche und vollständig digitale Verfahren schaffen. Mit dem erneuerten Gesetz wird die Digitalisierung der Verwaltung zur Daueraufgabe.

Beim OZG 2.0 geht es um mehr Priorisierung und Standardisierung sowie um eine enge Verzahnung des Gesetzes mit Großprojekten wie der Registermodernisierung und den digitalen Identitäten. Mit digitalen Identitätsnachweisen können Bürger*innen oder Organisationen auf digitale Dienste zugreifen. Zentrales Ziel bleibt ein breites digitales Onlineangebot für Bürger*innen und Unternehmen. Bis 2024 unterstützt die Bundesregierung Länder und Kommunen bei der Umsetzung von Leistungen mit dem Ziel, diese möglichst flächendeckend und vollständig digital (Ende-zu-Ende) anzubieten und bestehende Leistungen nachnutzenden Verwaltungen bereitzustellen. Wir unterstützen unsere Träger bei der OZG-Umsetzung. 

Die Basis: Online-Service-Infrastruktur

OZG-Umsetzung für die öffentliche Verwaltung mit OSI

Die Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen sind in der Pflicht: Sie sollen ihre Verwaltungsleistungen auch elektronisch über Verwaltungsportale anbieten und diese miteinander zu einem Portalverbund verknüpfen.

Mit unserer modularen Online-Service-Infrastruktur (OSI) gelingt die Umsetzung des OZG. Aus Bausteinen wie Servicekonto, Zuständigkeitsfinder, elektronischem Postfach, Bezahlfunktion sowie BundID-Anbindung entstehen digitale Online-Dienste, die für Kommunen und von allen Verwaltungen nutzbar sind. Mit nur drei Klicks finden Bürger*innen und Unternehmen den Verwaltungsservice, den sie benötigen – deutschlandweit. Das ermöglichen wir mit unserer leistungsstarken Suchfunktion.

Immer mehr dieser Verwaltungsservices werden digital angeboten. Viele dieser Online-Dienste entwickeln wir gemeinsam von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt. Mit unserer Online-Dienste-Development-Factory setzen wir die digitalen Verwaltungsservices nutzerorientiert, schnell und mit hoher Qualität um – auf Basis unserer Online-Service-Infrastruktur.

Ihr Mehrwert vom OZG

Vorteile durch Kooperation

  • Mehr Effizienz: Bürger*innen und Firmen können ihre Anträge jederzeit und von überall online einreichen. Relevante Daten werden direkt in Ihre Verarbeitungsprozesse und Fachverfahren übernommen.
  • Mehr Sicherheit: Ihre Online-Dienste betreiben wir in unserem Twin Data Center, einem der sichersten Rechenzentren Europas. Dadurch gewährleisten wir höchste Sicherheit und Verfügbarkeit von sensiblen Daten – TÜV-geprüft und zertifiziert vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
  • Mehr Zeit: Wir automatisieren zeitintensive oder papierbasierte Routineaufgaben, entlasten dadurch Ihre Mitarbeiter*innen in der Verwaltung und verkürzen die Bearbeitungsdauer. So bleibt mehr Zeit für den direkten Kontakt zu den Bürger*innen. Zugleich kann so dem Fachkräftemangel begegnet werden.
  • Mehr Erfahrung: Profitieren Sie von unseren standardisierten und vielfach erprobten Prozessen und Strukturen. Diese standardisierten Prozesse passen wir an Ihre Behörde an.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Gemeinsam stark

Die Trägerländer Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt haben gemeinsam mit uns einen entscheidenden Beitrag für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes geschaffen. Die Länder kooperieren miteinander im sogenannten OSI-Verbund. Auf der Online-Service-Infrastruktur stehen rund 460 Online-Dienste bereit. Die im Bundesvergleich hohe Nachnutzung mit bereits 51 im OZG-Shop zur Verfügung stehenden Online-Diensten (Stand November 2023) ist ein Indikator für den Erfolg der Dienste. Auch die hohe Anzahl von rund 1,3 Millionen Nutzerkonten, die über OSI-Mandanten eingerichtet wurden, belegt diesen Erfolg. Das partnerschaftliche Kooperationsprinzip schafft Synergien: geteilte Kosten, gemeinsame Standards, schnellere Entwicklung und Inbetriebnahme der digitalen Dienste.

Hier geht es zu unserer Pressemitteilung.

Suchfunktion für deutschlandweiten Portalverbund

Mit unserer leistungsstarken Suchfunktion finden Bürger*innen und Unternehmen schnell den Verwaltungsservice, den sie benötigen. Mit maximal drei Klicks. Deutschlandweit. Auch bei Ihrer Behörde.

OSI – der schnelle Weg zum Online-Dienst

Mit unserer modularen Online-Service-Infrastruktur (OSI) gelingt die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes. Mit Tempo und Qualität. Aus Bausteinen wie Servicekonto, elektronischem Postfach oder Bezahlfunktion entstehen Ihre digitalen Online-Dienste. Für Ihre Behörde. Von allen Verwaltungen nutzbar. Für alle Bürger*innen.

ELFE: Einfach Leistungen für Eltern

Mit der ELFE-App können Eltern Leistungen wie Eltern- oder Kindergeld medienbruchfrei beantragen. Viele Daten liegen den Behörden schon vor. Anträge werden über einen Online-Dienst automatisiert ausgefüllt und bearbeitet. Alle Dokumente werden per Post verschickt und Leistungen automatisch angewiesen.

Weitere Beispiele für unsere Online-Dienste

BAföG digital

Mit BAföG digital steht Schüler*innen und Student*innen ein bundesweit einheitliches digitales Antragsverfahren für Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zur Verfügung. Dataport betreibt den Online-Dienst für alle Bundesländer in seinem Rechenzentrum.

Mehr zu BAföG digital

Elektronische Wohnsitzanmeldung

In Hamburg können die meisten Bürger*innen deutschlandweit erstmals ihren neuen Wohnsitz digital anmelden. Mithilfe des von Dataport entwickelten neuen Online-Dienstes „elektronische Wohnsitzanmeldung“ (EWA) entfällt der Gang zur Behörde.

Mehr zur elektronischen Wohnsitzanmeldung

Wir sind für Sie da

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Michael Schulz-Heirich
Bereichsleiter Vertrieb
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Peter Röhl
Leiter Digitale Lösungen