Selbsttest zur Digitalisierung 2021: Aufwind bei Digitalisierungsgrad in Schleswig-Holsteins Kommunen

Vom 18. bis 31. Oktober 2021 hatten Kommunen in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, mit dem „Selbsttest zur Digitalisierung“ von dataport.kommunal ihren eigenen Digitalisierungsgrad kostenlos festzustellen. Insgesamt 45 Kommunen nahmen an der Befragung teil. Heute wurden die Ergebnisse den Teilnehmer präsentiert. Seit der ersten Umsetzung des „Selbsttests zur Digitalisierung“ im Jahr 2019 ist eine zunehmende Digitalisierung zu erkennen.

So verfügen 29 Prozent der teilnehmenden Kommunen über eine Digitalisierungsstrategie im Jahr 2021, die sich in der Umsetzung befindet. Darüber hinaus überarbeitet ein Drittel der Befragten (33 Prozent) ihre Strategie, um hinzugekommenen Herausforderungen zu begegnen. Lediglich 22 Prozent haben noch keine Digitalisierungsstrategie. Immerhin 16 Prozent der teilnehmenden Kommunen planen eine aufzusetzen.

2019 sah das noch anders aus: Damals hatte knapp ein Drittel der Befragten (29 Prozent) keine Digitalisierungsstrategie, während 34 Prozent zum Befragungszeitpunkt planten eine zu entwickeln. Nur 15 respektive 22 Prozent der Teilnehmer hatten eine Strategie in der Umsetzung oder überarbeiteten eine solche.

Auch in Sachen Haushalt ist Bewegung bei der Digitalisierung zu spüren. In diesem Jahr haben 73 Prozent der befragten Kommunen im Haushaltsplan Haushaltsmittel zur Umsetzung von nicht gesetzlich vorgeschriebenen Digitalisierungsvorhaben bereitgestellt. 2020 waren es noch 47 Prozent. Insofern zeigt sich, dass sich Digitalisierungsmaßnahmen immer mehr auf kommunaler Ebene durchsetzen.

Dies hat auch Auswirkungen auf solche Leistungen, die Bürger*innen direkt betreffen. Beispielsweise die Buchung von Terminen für Behördenbesuche. Während 2019 mehr als die Hälfte der Befragten (59 Prozent) keine Online-Terminvergabe für Bürger*innen anbot, hat sich die Zahl annährend umgekehrt. 2021 boten 49 Prozent die Möglichkeit an, online Termine zu vereinbaren.

Die Befragung erfolgte anhand von 24 Fragen, die sich unter anderem auf die Art der Kommunikation zwischen Kommune und Bürger, auf Digitalisierungsmaßnahmen wie Bürgerportale, Online-Dienste oder den Einsatz sozialer Medien bezogen.

Die Ergebnisse des Selbsttests wurden via Live-Stream allen teilnehmenden Kommunen präsentiert und anschließend in einer Diskussionsrunde besprochen. Der Selbsttest wurde in Kooperation mit dem kommunalen IT-Verbund Schleswig-Holstein (ITVSH) und der Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins (ALR) entwickelt und fand zum dritten Mal seit 2019 statt.

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News-Redaktion