Digitale, datengestützte Daseinsvorsorge in Bad Schwartau – Ladeinfrastruktur auf dem Prüfstand
Gemeinsam mit der Stadt Bad Schwartau hat dataport.kommunal ein zukunftsweisendes Ladesäulenkonzept entwickelt. Ziel des Projektes ist es, den Ausbau der Ladeinfrastruktur im gesamten Stadtgebiet gezielt zu steuern und eine gleichmäßige Versorgung sicherzustellen. So können künftig alle Bürger*innen in Bad Schwartau unkompliziert auf E-Mobilität umsteigen – ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende und die nachhaltige Stadtentwicklung.
Bad Schwartau stärkt seine Ladeinfrastruktur
Die Stadt Bad Schwartau geht einen wichtigen Schritt in Richtung Verkehrswende. Mit Unterstützung von dataport.kommunal hat die Stadt ein umfassendes E-Ladesäulenkonzept entwickelt, das den aktuellen Stand der Ladeinfrastruktur analysiert und Empfehlungen für den zukünftigen Ausbau eröffnet. Das Ergebnis: Bad Schwartau verfügt bereits über eine solide Basis – doch insbesondere in den Wohngebieten besteht Nachholbedarf.
Digitale Daseinsvorsorge mit Weitblick
Das neue Konzept zeigt: In der Innenstadt und im Gewerbegebiet Langenfelde-Nord stehen den Nutzer*innen zahlreiche Ladepunkte zur Verfügung. Gleichzeitig wurde durch die Analyse deutlich, dass in Wohngebieten – insbesondere in Cleverbrück, Rensefeld und Kaltenhof – Nachholbedarf besteht. Mit der Erschließung neuer Standorte in diesen Wohnlagen soll Bad Schwartau die Grundlage schaffen, um die Elektromobilität in der gesamten Stadt zu fördern und den Bürger*innen attraktive Ladeangebote zu bieten.
Mit Hilfe der Ladeinfrastrukturplanungssoftware „Localiser“ konnte dataport.kommunal fundierte, datengestützte Standortvorschläge erarbeiten. Diese zeigen auf, wo künftig weitere Ladepunkte entstehen sollten, um das Stadtgebiet gleichmäßig zu versorgen. Da der Ausbau marktgetrieben durch Ladestellenbetreiber erfolgen wird, ist es für Bad Schwartau umso wichtiger, die Attraktivität möglicher Standorte für Betreiber zu kennen. Nur dann kann dafür Sorge getragen werden, dass renditestarke und weniger renditestarke periphere Standorte berücksichtigt werden – beispielsweise indem die Stadt in Ausschreibungen entsprechende Konzessionen bündelt.
Das Projekt steht damit beispielhaft für digitale Daseinsvorsorge und zeigt, wie Smart City-Ansätze in der kommunalen Praxis funktionieren können.
Dr. Ingmar Soll

Mit dem Ladeinfrastrukturkonzept in Bad Schwartau zeigen wir, wie digitale Werkzeuge und kommunales Engagement zusammenwirken können, um die Mobilitätswende konkret voranzubringen. Datenbasierte Planung ist dabei der Schlüssel für eine gerechte, nachhaltige und effiziente Infrastruktur – und damit für gelebte digitale Daseinsvorsorge.
Dr. Ingmar Soll
Leitung Kommunale Lösungen und Bürgerservices, dataport.kommunal
Strategische Planung und Zukunftsorientierte Handlungsempfehlungen
Das Konzept liefert konkrete Empfehlungen, wie die Stadtverwaltung den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht, strategisch, effizient und bürgernah gestalten kann:
Aktive Begleitung des Ladeinfrastrukturausbaus durch die Stadt
Erschließung peripherer Standorte, bspw. durch Vergabe von gemeinsamen Konzessionen mit renditestarken Standorten
Einrichtung einer zentralen Koordinationsstelle innerhalb der Verwaltung
Regelmäßiges Monitoring von Bestand und Bedarf
Nutzung bestehender Förder- und Netzwerkangebote auf Bundes-, Landes- und interkommunaler Ebene
Transparente Bürgerinformation und Dialogmöglichkeiten über die städtische Website
Bis 2035 wird mit einem zusätzlichen Bedarf von rund 20 öffentlich zugänglichen Ladesäulen gerechnet. Um dies wirtschaftlich und nachhaltig umzusetzen, schlägt das Konzept vor, neue Standorte gezielt zu erschließen und sie in das Flächentool der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur einzutragen. So können potenzielle Investoren frühzeitig auf geeignete Flächen aufmerksam gemacht werden. Sollte sich der Betrieb einzelner Säulen wirtschaftlich noch nicht lohnen, kann die Vergabe einer Konzession für mehrere Standorte helfen, attraktive und weniger attraktive Flächen zu bündeln und eine flächendeckende Grundversorgung sicherzustellen.
Vorteile für Stadt und Bürger*innen
Die datengestützte Planung bringt zahlreiche Vorteile für Bad Schwartau und die Bürger*innen mit sich:
Planungssicherheit, Effizienz und Transparenz im weiteren Ausbauprozess
bessere Steuerung von Investitionen
optimale Nutzung von Fördermöglichkeiten
beste Zugangsmöglichkeiten zur Elektromobilität – unabhängig vom Wohnort
alltagstaugliche E-Mobilität für alle
Beitrag zu Umweltschutz und Lebensqualität
verlässliche Versorgungssicherheit
Dank der datengestützten Standortplanung kann Bad Schwartau den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur so steuern, dass neue Lademöglichkeiten künftig gleichmäßig über das gesamte Stadtgebiet verteilt liegen. Bürger*innen finden dann so nahegelegene und zuverlässige Ladeangebote. Das macht den Umstieg auf E-Mobilität einfacher und komfortabler.
Zudem werden durch die bedarfsgerechte Planung Ladeengpässe vermieden, etwa im Innenstadtbereich oder bei Mehrfamilienhäusern ohne eigene Stellplätze. Das Konzept sorgt dafür, dass alle Bürger*innen gleiche Chancen haben, ein Elektrofahrzeug zu nutzen.
Denn eine flächendeckende Ladeinfrastruktur erleichtert den Umstieg auf emissionsfreie Mobilität. Das trägt zur Reduktion von CO₂-Emissionen bei, verbessert die Luftqualität und stärkt somit die Lebensqualität in Bad Schwartau.

Gemeinsam in Richtung nachhaltige Stadtentwicklung
Mit dem Ladesäulenkonzept geht Bad Schwartau einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltige, digitale und vernetzte Stadtentwicklung. Dataport.kommunal unterstützt die Stadt dabei, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und die Verkehrswende praxisnah umzusetzen.

Die verzahnte Kommunikation mit Bad Schwartau läuft sehr vorbildlich. Die Stadt zeigt, wie kommunale Planung und digitale Werkzeuge zusammenwirken können, um konkrete Fortschritte für Bürger*innen zu erzielen.
Simon Melch
Kommunaler Geschäftsfeldentwickler und Projektleiter, dataport.kommunal