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2. Staffel: COUCH CAREER Entwicklung, die bewegt

Herausforderungen verstehen, Entwicklungen reflektieren, neue Perspektiven gewinnen: Die 2. Staffel von COUCH CAREER geht einen Schritt weiter und richtet den Blick stärker auf individuelle Erfahrungen im Berufsalltag. Im Fokus stehen persönliche Learnings, Wendepunkte und die Frage, wie sich Karrierewege im Laufe der Zeit entwickeln.

Die Gespräche zeigen, dass berufliche Wege nicht geradlinig verlaufen müssen, um erfüllend zu sein. Unterschiedliche Hintergründe, Entscheidungen und Erfahrungen prägen, wie Menschen ihren Platz finden und weitergehen. Dabei werden auch Herausforderungen offen thematisiert – ebenso wie das, was daraus entsteht: neue Chancen, veränderte Blickwinkel und ein tieferes Verständnis für die eigene berufliche Entwicklung.

Alle Folgen der 2. Staffel

Folge 1Tatort Daten – die Zukunft ermittelt digital

Laufzeit: 21:08 Min

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Transkript des Podcasts

Hey und willkommen bei COUCH CAREER – berufliche Geschichten vom Sofa, dem Podcast von Dataport.

Ich bin Isabella, Employer-Branding-Managerin. Und in jeder Folge lade ich euch ein, ganz nah dabei zu sein, wenn zwei Expert*innen sich gegenseitig interviewen. Ihr erfahrt mehr über ihren Job, ihren Alltag, ihre Leidenschaft und darüber, was das Arbeiten bei Dataport eigentlich so besonders macht.

Hier wird gefragt, gelacht und nachgehakt. Macht‘s euch bequem. Los geht’s.

Meine heutigen Gäste sind Michael und Raimo. Ihr habt ja regelmäßig mit der Polizei zu tun – beruflich und ganz ohne Blaulicht im Rückspiegel. Schön, dass ihr da seid. Stellt euch doch einmal kurz vor.

Ja, gerne. Michael mein Name. Ich bin aktuell Abteilungsleiter bei Dataport und verantworte die Vorgangssysteme, die wir als Dataport entwickeln für die Kunden, für die Polizei und auch betreiben bei uns im Hochsicherheitsrechenzentrum.

Ja, moin. Ich bin Raimo und ich nenne mich Solution Manager Cloud BOS bei Dataport und habe ganz viele verschiedene Themen, gerade im Bereich der Forensik und in der Analyse. 

Vielen Dank. Wir wollen ja auch immer noch was Persönliches von euch erfahren. Du bist ja mein kleiner LinkedIn-Influencer. Ich werde nie vergessen, wie du mir geschrieben hast: „Isa, ich habe jetzt auf meinen Post 7.000 Impressionen bekommen. Ist das eigentlich viel?“. Und ich habe so bei mir geguckt und dachte so: „Hä, wie hat er das bitte gemacht?“ Ja, Wahnsinn. Was machst du privat? 

Also privat ist natürlich meine Familie sehr im Vordergrund. Und ja, wir haben jetzt seit kurzem zwei neue Katzen, nachdem wir im Frühjahr leider unsere 21-jährige Katze gehen lassen mussten. Aber das ist unser Hauptfokus. Und auch privat ein bisschen Sport und wirklich nur ein bisschen Volleyball spiele ich in einer Hobbygruppe. Das ist immer sehr lustig, weil man sich dann eben auch abseits vom Beruf vielleicht noch mal über das Private austauschen kann. Das ist eigentlich immer sehr lustig.

Ist das eine Volleyballgruppe, die auch über Dataport organisiert wurde?

Nein, nein, es ist tatsächlich im Verein in einem Vorort in Kiel.

Und du Raimo, was treibt dich privat so um?

Privat? Ich liebe es, Musik zu machen. Ich setze mich am liebsten ans Klavier und improvisiere für mehrere Stunden einfach drauf los. Das gibt mir immer sehr viel. Und ansonsten ist meine neue große Leidenschaft seit – ich sage mal – anderthalb Jahren ungefähr das Pizza backen. Ich habe mir nämlich so einen italienischen Pizzaofen gekauft. Und so richtig mit Ballenbox und allem genieße ich leckere Pizza.

Stark. Also hier ergibt sich gerade für mich echt so ein kulinarischer Feierabendsnack. Vor allem noch eine Runde Volleyball und dann hat man den Sport auch erfüllt. Finde ich gut.

Übrigens Michael, ich bin auch Katzenmutter neuerdings. Ich habe früher Katzen wirklich gehasst, muss ich zugeben. Ja, und jetzt haben sie auch mein Herz gewonnen. Ganz schlimm eigentlich. Aber ich bin bei dir – auf jeden Fall

Sehr cool.

Okay, genug privat gequatscht. Jetzt wollen wir natürlich wissen: Was gibt es über die Polizei Spannendes zu erzählen? Michi, willst du mal starten? 

Was Spannendes für dich über die Polizei? Ich glaube, es ist sehr cool, wenn man als Außenstehender ja gar nicht in der Polizei selbst drin ist, sondern eher als Dienstleister unterwegs ist, einfach mal von draußen auf die Polizeiarbeit draufzuschauen: Was haben die für Sorgen, was haben die für Nöte, womit müssen sie sich eigentlich tagtäglich rumschlagen? Und man sich selber fragt: Welchen Beitrag kann ich eigentlich dazu leisten? Als Dataport? Was kann ich tun, damit sie ihre Polizeiarbeit draußen noch viel besser machen können? Noch mehr Straftäter fangen, noch mehr Verbrechen aufklären? Und so wirkliche Insights gibt es eigentlich – finde ich – nicht. Ich finde das immer ganz cool, wenn man da kollegial unterwegs ist mit den Kollegen von der Polizei. Das ist so mein Thema eigentlich: viel über Kollegialität zu regeln und gar nicht so zu sagen: „Du bist Polizei und du bist Dataport“, sondern: Wir sitzen ja eigentlich gemeinsam in einem Boot und versuchen Dinge nach vorne zu bringen.

Also quasi zusammen in einem Polizeiauto sitzen.

Wenn du’s so willst, ja. 

Seid ihr auch mal beim Kunden? Also, dass ihr so mitfährt und ein Verständnis dafür bekommt.

Zumindest wollten wir das mal machen. Also ganz im Polizeiauto sitzen jetzt nicht, aber wir haben schon mal über Hospitationen nachgedacht, zum Beispiel, damit unsere Kollegen mal wissen, wie so ein Polizeialltag eigentlich auf der Wache abläuft. Und damit sie besser verstehen, wie unsere Kunden wirklich arbeiten und was sie im Alltag bewegt. Und das kann man sich als Außenstehender glaube ich immer nur schwer vorstellen, wenn man – ich sage mal – vielleicht einmal im Jahr oder zweimal im Jahr zur Polizeiwache geht, um da sein geklautes Fahrrad anzuzeigen oder mal seinen Parkrempler, den man mal hatte. Dann kann man sich das dahinter überhaupt nicht vorstellen. Und das wäre so mein Wunsch, dass wir das ein bisschen intensivieren und die Kollegen quasi hospitieren lassen.

Du hast jetzt schon ein konkretes Beispiel gebracht. Mir wurde tatsächlich mein Fahrrad geklaut. Was steckt dahinter, wo Dataport seine Finger im Spiel hat?

Viel mehr, als man eigentlich denkt. Gerade jetzt in Schleswig-Holstein und Bremen, zum Beispiel auch Sachsen-Anhalt, stellen wir ja das Vorgangssystem zur Verfügung. Wir entwickeln das selber seit Dataport – seit 2001 übrigens – schon sehr erfolgreich. Wir betreiben das auch bei uns im Rechenzentrum und der Weg geht weiter. Immer mehr Polizeikunden entscheiden sich tatsächlich für unser Vorgangssystem. Jetzt jüngst zum Beispiel Rheinland-Pfalz und das Saarland – also außerhalb der Dataport-Trägerländer – und weitere Kunden sind ein bisschen im Zulauf, weil immer mehr Kunden verstehen, dass wir einheitlich arbeiten müssen, dass wir über Ländergrenzen hinweg arbeiten müssen mit einem einheitlichen System. Das ist übrigens auch der Anspruch des großen Polizeiprogramms im Bund „Polizei 2020“, das zum Ziel hat, ein einheitliches Vorgehen bei allen deutschen Polizeien herbeizuführen. Da leisten wir unseren Beitrag, indem wir unser Vorgangsbearbeitungssystem dort mit einbringen.

Kannst du mal erläutern, wie das konkret jetzt aussieht? Also was bedeutet das für den Polizisten, wenn ich dem sage: „Mein Fahrrad wurde geklaut“? Wie sieht dieses Vorgangssystem dann konkret aus? 

Unser System ist so aufgebaut, dass es sich wie ein Formular darstellt. Also es werden erst einmal deine Grunddaten erfasst: Wie heißt du, wo wohnst du, was ist da eigentlich passiert? Und dann werden diese Daten in diesem Formular gespeichert. Es wird dann leider heute noch ausgedruckt und dann musst du es unterschreiben. Aber im Hintergrund laufen dann diese ganzen Prozesse weiter, dass geguckt wird: Ist das Fahrrad vielleicht schon zur Fahndung ausgeschrieben? Ist es irgendwo schon entdeckt worden? Und diese Daten werden dann in diesem Vorgangsbearbeitungssystem bearbeitet. Die fließen übrigens auch in die Kriminalstatistik ein, die ja immer zum Jahresbeginn veröffentlicht wird. Wie viele Fahrraddiebstähle gibt es in der Region Kiel oder in Hamburg? Das sind so Daten, die da mit einfließen.

Und magst du noch mal ganz kurz deine Geschichte bei Dataport erzählen? Also du bist jetzt ja Abteilungsleiter. Wo kommst du her, was hast du vorher gemacht und wie hat sich deine Aufgabe vielleicht auch verändert? 

Angefangen habe ich als Projektleiter bei Dataport und mit verschiedensten Projekten, unter anderem Polizeiprojekten, bin ich dann auch aus der Fachabteilung angesprochen worden, ob ich mir nicht vorstellen könnte, eine Gruppenleitung zu übernehmen für das Thema Vorgangsbearbeitung. Und das habe ich natürlich sehr dankend angenommen und gesagt: „Okay, klar, kann ich mir sehr gut vorstellen.“ Und jetzt – mit der Neuausrichtung von Dataport, Kundenzentrierung und Bildung von sogenannten Geschäftsbereichen, die vorne beim Kunden sind – gab es die Möglichkeit, mich noch mal weiterzuentwickeln und eine Abteilungsleitung zu übernehmen. Und das ist ziemlich spannend, weil man da relativ stark an der oberen Managementebene dran ist und auch die Strategie mitgestalten kann und wesentliche Eckpunkte des Geschäftserfolgs von Dataport mitgestalten kann.

Raimo, du hast ja quasi unter Michi gearbeitet, wenn man das so sagen kann. Er war ja dein Gruppenleiter.

Wir sind ja bei Dataport sehr auf Augenhöhe, finde ich zumindest – egal welche Hierarchieebene. Aber dazu kommen wir später noch mal. Erzähl doch mal: Was machst du bei Dataport und hast du vielleicht auch ein konkretes Beispiel, wie man mal in deinen Projektalltag eintauchen kann?

Ja klar. Also ich bin seit ungefähr fünf Jahren bei Dataport und durfte gleich mit einem ganz tollen Projekt starten, wo es um das Thema Beweismittel-Cloud geht. Da konnte ich das Projekt anfangs als Projektleiter von Anfang an mit begleiten und sofort ganz viel Verantwortung übernehmen und mir ganz viele verschiedene Themen anschauen und unter meine Fittiche nehmen. Sei es Projektleitung, wie gerade gesagt, im Endeffekt auch Controlling, Kostenrechnung, Marketing, strategische Produktentwicklung – also alles verschiedene Themen, die alle für sich interessant sind, aber auch zusammen gebündelt irgendwie besonders meine Leidenschaft entfacht haben. Und gerade ein Produkt namens „Hansken“ ist dabei besonders mein Ziehkind, will ich jetzt mal sagen. Das habe ich quasi bei Dataport von Anfang an mit aufgebaut und da sehen wir halt auch große Potenziale, wie das die Polizeiarbeit bundesweit auch verbessern kann. Deswegen steckt da ganz viel Herzblut drin.

Ich finde das total spannend, was du sagst, weil so habe ich es auch selbst empfunden und das bekomme ich auch immer wieder von innen heraus mit – oder zugetragen –, dass man sehr viel Gestaltungsspielraum in der eigenen Aufgabe hat. Also das finde ich halt wirklich auch. Und zeigt sich auch bei dir, Michi, so ein bisschen: „gekommen, um zu bleiben“. Man kann sich echt weiterentwickeln und seine Aufgaben auch mitgestalten. Das Projekt, das du genannt hast, hat ja glaube ich niederländische Wurzeln. Wie kommt es, dass ihr dann damit arbeitet? Vielleicht kannst du das noch mal erklären. Und was steckt konkret dahinter, wie kann ich mir das vorstellen?

Wir sind ja jetzt im Bereich der Forensik, im Bereich der Beweismittel – auch gerade bei Delikten im Bereich der Kinderpornografie, wo das auch eingesetzt werden kann –, wo man natürlich auch möchte, dass Straftäter gefasst werden und überführt werden und auch verurteilt werden. Da ist es so, dass eine niederländische Behörde, das NFI, ein Produkt, eine Plattform entwickelt hat, wie man Beweismittel auswerten kann. Und diese Beweismittel sollen dann an zentraler Stelle gespeichert werden und über verschiedenste Punkte abgerufen werden können. Da kann die Polizei dran arbeiten, da kann aber auch die Justiz darauf zugreifen. Das ist insbesondere interessant, weil das aus Europa und für Europa gemacht wird. Und gerade der Bereich „digitale Souveränität“ ist momentan in aller Munde. Deswegen bietet das große Potenziale.

Und kannst du mal konkret sagen: Also ich bin jetzt Verdächtige und bei mir werden Geräte beschlagnahmt – wie kann ich mir das konkret vorstellen?

Genau. Die Polizei kommt zu dir in deine Wohnung und schaut sich deinen Rechner an, dein Handy, vielleicht noch das Zweithandy oder den Drittrechner oder dein NAS oder was auch immer. Und diese Festplatten und Speichersysteme werden dann alle quasi kopiert, sodass sie gerichtsfest eine 1-zu-1-Kopie sind, die dann auch beweismittelecht sind, will ich jetzt mal sagen. Und die werden dann alle zusammen in eine zentrale Infrastruktur gebracht und dann mit einer Software auswertbar gemacht.

Und ja, du hast es gerade gesagt: das Delikt Kinderpornografie – ich finde, das geht einen dann schon irgendwie selbst an die Nieren. Und ich möchte mir gar nicht vorstellen, was die Kolleginnen und Kollegen von der Polizei täglich an ihrem Job machen, die sich diese Bilder anschauen müssen. Und je länger sie sich das anschauen müssen… also, wenn wir helfen können dabei, dass sie es nicht so lange anschauen müssen oder nicht alle Bilder anschauen müssen, sondern dass es vielleicht ein System für sie automatisiert vormacht, finde ich das auf jeden Fall eine gewinnbringende Situation für alle – sowohl für den Ermittler, der davor sitzt, als auch für die Bürgerinnen und Bürger, die daran interessiert sind, dass ein Straftäter möglichst schnell gefasst und verurteilt wird.

Genau, und da kommt nämlich das nächste Buzzword: KI. Die kann in dieser Software bzw. Plattform genutzt werden, wo man durch KI schon eine Vorfilterung oder eine Kategorisierung von solchen Medien – Bildern oder Videos – haben kann, damit die Ermittler – wie Michael gerade gesagt hat – nicht den ganzen Tag nur dieses scheußliche Material anschauen müssen.

Stark. Wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt.

Ja und ich finde, gerade wenn man sich mit dem Thema intensiver beschäftigt und merkt: Was kann ich denn dafür tun? Was ist eigentlich mein Beitrag, damit das besser und schneller gelingen kann? Dann ist das schon eine extrem hohe Motivation. Das ist so die Frage: Warum stehe ich eigentlich jeden Morgen auf und warum tue ich mir das eigentlich an? Und das ist ein Thema, da kann man nicht die Augen zu machen und sagen: „Das müssen andere lösen“, sondern: Was kann ich dazu beitragen? Und das finde ich ganz ganz wichtig.

Und das ist auch das Coole: Man ist zwar nur ein kleines Zahnrad im ganzen großen Geschehen, aber man merkt trotzdem, dass man etwas bewirken kann und dadurch etwas Positives erreichen kann.

Das zahlt ja noch mal der Sinnfaktor bei Dataport ein. Also das finde ich echt ein super Beispiel, danke.

Ich finde, das ist neben der Sinnfrage auch immer eine Haltungsfrage. Also welche Haltung habe ich eigentlich als Mitarbeiter, als Teil des Unternehmens? Wie denke ich, meine Arbeit richtig zu machen? Und auch: Welche Eigenmotivation habe ich? Das habe ich ja schon gesagt. Aber ich finde diesen Antrieb im Bereich der öffentlichen Sicherheit – das geht uns alle an. Wir alle wollen sicher über die Kieler Woche oder über den Bremer Freimarkt laufen. Und dann braucht es eben eine moderne Polizeiarbeit, die es ermöglicht, dass wir uns sicher fühlen können. Die geopolitische Lage zeigt das ja auch ganz deutlich, dass wir mit unserem sicheren Rechenzentrum und den ganzen Vorhaben, die wir haben, die öffentliche Sicherheit in Deutschland stärken. Und das ist für mich zumindest Antrieb genug, den Job hier zu machen, den ich mache.

Ich finde, du sprichst ein wichtiges Thema an. Denn wenn ich mir vorstelle, ich laufe über die Kieler Woche und Sicherheit ist für uns schon selbstverständlich geworden. Das ist es aber eigentlich nicht. Und was dahinter steckt, ist ja das Spannende. Vielleicht kannst du Raimo noch mal sagen: Gerade im Projektgeschäft ist Sicherheit im Polizeiwesen ein Muss. Inwiefern können Projekte da noch agil sein?

Wir versuchen natürlich, die Projekte so agil wie möglich zu machen. Das machen wir natürlich auch. Nichtsdestotrotz ist immer der Sicherheitsfaktor da. Und gerade bei Dataport, wenn wir im Bereich der Polizei unterwegs sind, müssen wir höchste Sicherheitskriterien erfüllen. Und da hilft uns, dass wir bei Dataport ein modernes BSI-zertifiziertes Rechenzentrum haben, wo wir Sicherheitsmechanismen, die schon aufgebaut sind, nutzen können. Wenn man das alles händisch macht, braucht man dann noch mal zwei Jahre länger. Wir müssen aber trotzdem Sicherheitsmanager und Datenschutz bei allem mit einbeziehen – und das ist natürlich auch richtig so.

Ich finde das Thema Sicherheit noch mal ganz explizit angesprochen versus Agilität. Ich glaube, der Kollege Niels hat das auch in der vorherigen Folge gesagt: Man hat gar nicht viel Toleranz, so ein Thema auf die Straße oder auf den Markt zu bringen. Weil wenn man sich Fehler erlaubt, dann ist das nicht einfach ein Fehler, der abgehakt wird, sondern das kann im Prinzip richtig große Auswirkungen haben. Wenn in der Software ein Fehler ist, der falsche Daten ausspuckt, kann das unter Umständen dazu führen, dass vielleicht jemand anderes verhaftet wird als eigentlich vorgesehen. Das darf nicht passieren. Bei Agilität ist eher im Vordergrund: Ich erstelle etwas, ich prüfe das, ich hole mir Feedback ein und mache dann weiter und gehe so schrittweise vor. Aber das letztendlich produktiv zu setzen, fordert, dass den Sicherheitskriterien Genüge getan wird. Und mit Sicherheit müssen wir dann den richtigen Betrieb gewährleisten.

Oder noch mal an einem ganz einfachen Bild, wenn wir beim Thema „Hansken“ bleiben: Es darf ja nicht passieren, dass auf einmal kinderpornografischer Inhalt durch Server von Dataport oder der Polizei plötzlich in den Umlauf geraten, weil es da irgendwo eine Lücke gibt. Dementsprechend ist das ein absolutes Kriterium, dass so etwas sicher ist und so etwas gar nicht erst passieren kann.

Schöner Abschluss zu diesem wirklich spannenden und wichtigen Thema. Ihr habt ganz viele Aspekte genannt, die Dataport ausmachen – also das Thema Verantwortung, Sicherheit, Komplexität oder auch spannende Aufgaben. Mich würde noch mal interessieren: Was macht für euch den Teamspirit bei Dataport aus? Könnt ihr das noch mal kurz erläutern? 

Also den Teamspirit im eigenen Bereich, in der eigenen Abteilung, aber auch bereichsübergreifend, zum Beispiel mit Technik oder Softwareentwicklung – ist es tatsächlich so, dass die Kollegen – und so nehme ich das wahr – für die Themen wirklich brennen. Wenn ich so ein Thema wie öffentliche Sicherheit habe, dann fällt mir keiner ein, der sagt: „Boah, langweilig.“ Sondern das sind Themen, bei denen alle gerne mitziehen. Und jeder ist interessiert, seine Sache gut zu machen, seine Arbeit gut zu machen, seinen Job hervorragend zu machen, um etwas Gutes zu tun. Diese sinnstiftende Arbeit und Teamspirit. Ich versuche zumindest in meinen Abteilungen oder Gruppen diesen Teamspirit dahingehend hochzuhalten und zu sagen: „Hey, wir leisten ja etwas. Wir sind ein Zahnrad im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.“ Und damit fühlt sich eigentlich jeder angesprochen. Das ist mein Verständnis von Teamspirit. Und sich vergegenwärtigen, wofür wir das eigentlich hier tun.

Ja und ich würde sagen: Man baut sich während der Zeit bei Dataport sein Netzwerk auf. Und gerade dieses Netzwerk ist unheimlich wichtig, weil man ja nicht alles selbst machen kann. Man braucht Expert*innen – und die sind auf jeden Fall da. Das heißt: Wenn ich eine Frage habe, weiß ich schon, wen ich fragen kann und bekomme meine Antwort und kann dann auf meiner Flughöhe bleiben und koordinieren, organisieren usw. Und dann Teamspirit natürlich trotzdem das Miteinander – nicht vergessen, dass man zwischendurch auch mal Witze machen kann. Michael war ja mein Gruppenleiter, jetzt ist er stellvertretender Bereichsleiter. Aber man kann sich wie Kollegen oder Freunde miteinander unterhalten und hat nicht nur berufliche Themen. Vorhin haben wir uns über NAS-Technik unterhalten und wie wir Sachen am besten austauschen können.

Heimautomatisierungen, genau.

Da habt ihr was Wichtiges angesprochen: Networking ist das A und O – predige ich auch immer. Und das ist ja das Schöne unseres Podcasts: Der soll ja auch dem bereichsübergreifenden Arbeiten zugutekommen und unser Netzwerken vertiefen. Das heißt: Wenn ihr Fragen habt intern an Michi oder Raimo, dann könnt ihr direkt auf die beiden zugehen. Vielen Dank für den Austausch mit euch. War super spannend. Ich habe auch wieder ganz viel dazugelernt. Und das sage ich euch jetzt:

Ich habe gelernt, dass wir als Zahnrad in einem großen System nicht nur deutschlandweit, sondern europaweit etwas bewegen können. Dass Sicherheit vor Zeit kommt und ein absolut unverzichtbarer Faktor ist, wenn es um Polizeiarbeit geht. Dass sich unsere Arbeit durch das Brennen für sinnstiftende Themen und Leidenschaft auszeichnet. Dass wir Polizeiarbeit vereinfachen, ganzheitlich denken und sicher digital gestalten. Dass wir uns bei Dataport weiterentwickeln und dabei immer noch Mensch bleiben. Und dass Networking das A und O ist.

Vielen Dank lieben Dank, dass ihr meine Gäste wart. Und ja, ich freue mich, noch ganz viel von euch zu erfahren. 

Teile doch gerne mal in den Kommentaren dein Highlight und was dich besonders interessiert hat. Das war COUCH CAREER – berufliche Geschichten vom Sofa. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann sei auch beim nächsten Mal wieder dabei. Und wer weiß – vielleicht sitzt hier schon dein neuer Job.

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