Digitalbaukasten für die Verwaltung: Startversion von MODUL-F ist fertig

Im Hamburger Softwareprojekt MODUL-F (Modulare Lösung für Fachverfahren) ist eine Startversion mit ersten Modulen fertig entwickelt. Damit konnte die Grundidee bestätigt werden, Fachverfahren schnell und einfach mit vorgefertigten, digitalen Bausteinen zu erstellen. MODUL-F soll eine durchgängige Digitalisierung von internen Verwaltungsprozessen ermöglichen. Im Rahmen eines Minimal Viable Product konnten nun zwei prototypische Fachverfahren („Denkmalrechtliche Genehmigung“ und „Handelsbezeichnung für Erzeugnisse der Fischerei und Aquakultur“) auf Landes- und Bundesebene erstellt werden. Im nächsten Schritt wird die erste betriebstaugliche Version aufgebaut. Mit einer Grundausstattung von unterschiedlichen Verwaltungsmodulen soll MODUL-F ab 2023 für alle Verwaltungen aus Bund, Ländern und Kommunen bereitgestellt werden. Teilnehmende Behörden bzw. Organisationseinheiten erhalten so ihre individuellen „digitalen Bauplätze“ zur Erstellung eigener Fachverfahren.

MODUL-F ist außerdem beim diesjährigen eGovernment-Wettbewerbmit dem 1. Platz in der Kategorie "Bestes Kooperationsprojekt 2022" ausgezeichnet worden. Der Preis wurde am 6. September verliehen. Bewertet wurde die Ausgestaltung effizienter und innovativer Kooperationsstrukturen. Dataport entwickelt die Low-Code-Plattform unter der Leitung des Amtes für IT und Digitalisierung der Senatskanzlei Hamburg und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI). Der Dienstleister mgm unterstützt das Projekt und stellt die Low-Code-Plattform A12 bereit, auf der MODUL-F basiert.

MODUL-F spielt eine wichtige Rolle in der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Mittels einer sogenannten Low-Code-Plattform können vorgefertigte Bausteine mit geringem Aufwand zu vollständigen, digitalen Fachverfahren zusammengesetzt werden. Dies unterstützt die rasche und medienbruchfreie Bereitstellung von OZG-Diensten. Im Fokus des Projektes stehen kleinere Fachverfahren, für die sich bislang keine standardisierten Lösungen durchsetzen konnten. Diese Lücke soll MODUL-F schließen.

Das BMI finanziert das Projekt bis Ende 2022 mit Konjunkturmitteln des Bundes in Höhe von 11,6 Millionen Euro. Die Mittel werden vom Bund für die Digitalisierung im Rahmen des OZG bereitgestellt.

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News-Redaktion