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„Stolpersteine Digital“: Bundesweiter Roll-out für eine lebendige Erinnerungskultur

Der heutige Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus markiert den 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Angesichts der abnehmenden Zahl von Zeitzeugen gewinnt eine aktive und nachhaltige Erinnerungskultur an die Schicksale der Opfer zunehmend an Bedeutung. „Stolpersteine Digital“ rückt das Thema auch jenseits von Gedenktagen in den Fokus. Denn die App macht die Geschichten der Menschen hinter den Gedenksteinen interaktiv greifbar und lebendig. In Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist „Stolpersteine Digital“ bereits erfolgreich im Einsatz, alle Stolpersteine sind hier erfasst. Nun wird die App bundesweit ausgerollt. Bis Ende 2027 sollen alle rund 90.000 Stolpersteine in Deutschland in der App verfügbar sein.

„Mit der Ausweitung der App halten wir die Erinnerung an die Lebens- und Leidensgeschichten der vielen Opfer des Nationalsozialismus in ganz Deutschland wach“, so Christian Meyer-Heidemann, der Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig-Holstein, in dessen Auftrag das Kultur.Kompetenzzentrum von Dataport „Stolpersteine Digital“ entwickelt hat. 

Mit der App „Stolpersteine Digital“ erfahren die Nutzer*innen mehr über den Lebensweg und das Schicksal hinter den Namen auf den Gedenksteinen und bekommen zugleich praktische Hinweise zur Pflege der Messingplatten vor Ort. Außerdem können Nutzende eine virtuelle Kerze mit ihrem eigenen Namen anzünden und eine persönliche Gedenkbotschaft hinterlassen. Ergänzt wird „Stolpersteine Digital“ durch eine länderübergreifende Webseite, die sich gezielt an Schüler*innen und Lehrer*innen richtet und eine umfassende Vermittlung historischen Wissens ermöglicht.

Gerade auch für junge Menschen bietet „Stolpersteine Digital“ so eine anschauliche Auseinandersetzung mit den Geschichten der Opfer des Nationalsozialismus – und stärkt damit nachhaltig die Erinnerungskultur bundesweit.

 

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News-Redaktion