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Nachhaltiger Gerätekreislauf bei Dataport Gebaut, um zu bleiben

09.06.2026

4 min.

Blick in eine Werkstatt, ein Mann repariert ein Notebook.

Neue Hardware verbraucht wertvolle Ressourcen. Das lässt sich nicht vermeiden. Umso wichtiger ist ein nachhaltiger Umgang mit den Geräten: Durch Wartung und Reparaturen bleibt die Technik länger im Einsatz. Und auch danach landet sie nicht im Elektroschrott.

Kaffee, Kratzer, Kabelbruch: Der Dienstlaptop kennt viele natürliche Feinde im Büroalltag. Abgebrochene Tasten, schwächelnde Akkus oder kaputte Displays bedeuten bei Dataport aber nicht das Ende eines Geräts. Defekte Hardware wird nach Möglichkeit repariert und landet danach wieder im Gerätepool.

„Im Laptop vor mir sind etwa 30 Bestandteile einfach austauschbar, von der Festplatte über das WLAN-Modul bis zum Akku“, erklärt Henning Elbe, Nachhaltigkeitsmanager bei Dataport. Schon bei der Anschaffung achtet das Unternehmen auf eine modulare Bauweise. Das vereinfacht Reparaturen, schont Ressourcen – und verlängert die Lebensdauer der Geräte: Allein die Laptops sind bei Dataport im Schnitt fünf Jahre im Einsatz, Monitore oft noch deutlich länger. 

Konsequenter Gerätekreislauf von Anfang an


Als IT-Dienstleister hat Dataport einen hohen Bedarf an Geräten – im Unternehmen selbst, aber auch bei den Kund*innen vor Ort. Rund 70 Prozent der CO₂-Bilanz von Dataport entstehen durch die Beschaffung neuer Hardware wie Laptops, Smartphones oder Drucker.

Umso wichtiger für das Unternehmen ist deshalb der nachhaltige Kreislauf: Nach der Beschaffung der IT folgt ein möglichst langer Lebenszyklus der Hardware. Im Anschluss gehen die Geräte entweder ins Remarketing, um sie nach sicherer Löschung der Daten und technischer Aufbereitung wieder zu verkaufen. Alternativ kommt ein Gerät in Spendenprojekte und landet ebenfalls nicht im Schrott.

 

Der Gerätekreislauf bei Dataport in Einzelschritten: Herstellung, Gerätepool, erste Nutzungsphase, Spende und Remarketing, Recycling.

Schon 2024 ist die Nachnutzung von 30 auf 60 Prozent in die Höhe geschnellt. Eine enorme Steigerung allein durch die Einführung des Remarketings.

Henning Elbe

Nachhaltigkeitsmanager bei Dataport

In einem Regal gestapelte Notebooks zur erneuten Nutzung.

Ökologische und soziale Aspekte

„Es geht um ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit“, sagt Henning Elbe, „und da sind wir Vorreiter im öffentlichen Sektor.“ Der Nachhaltigkeitsmanager schaut dabei genau hin – bei allen Schritten im Gerätekreislauf: Wie sind die Produktionsbedingungen der Hardware in den Fabriken vor Ort? Werden die hohen Standards bei der Herstellung eingehalten? Henning Elbe: „Wir setzen auf Business-Geräte mit hochwertigen Komponenten – und achten zugleich darauf, dass Datensicherheit und Funktionsfähigkeit durch entsprechenden Support langfristig gewährleistet sind.“

Nicht zuletzt sind es mit Blick auf die Gesamtbilanz auch Kleinigkeiten, die eine Rolle spielen: Styroporfreie Verpackungen sind ebenso wie wasserbasierte Aufdrucke weitgehend Standard. Selbst feuchtigkeitsempfindliche Technik kann mittlerweile durch Papierfolien geschützt werden.

Neben der ökologischen spielt auch die soziale Komponente eine Rolle: Dataport ist Mitglied der Monitoring-Organisation Electronics Watch. Die NGO unterstützt öffentliche Unternehmen in Europa dabei, die Produktion zu monitoren und bessere Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette von Elektronikprodukten durchzusetzen und Arbeits- und Sicherheitsstandards im Blick zu behalten. Das Ziel ist eine faire Beschaffung der Hardware von der Lieferung der Komponenten bis hin zur Endmontage. Dataport legt darauf großen Wert. Henning Elbe: „Wer IT-Leistungen an Dataport verkaufen möchte, muss sich an Prozessen beteiligen. Für die Teilnahme an diesen Prozessen verlangen wir den Nachweis, dass die Bieter strenge soziale Kriterien einhalten.“

 

Ein zweites Leben für funktionsfähige Geräte

Nachhaltige IT-Nutzung schont Ressourcen und spart zugleich Geld: Der längere Einsatz der Geräte senkt die Kosten für Beschaffung und Betrieb – ein Vorteil auch für die Kund*innen von Dataport etwa in Landes- und Kommunalverwaltungen. Erreicht die Hardware irgendwann doch ihre Altersgrenze, dann greift eine weitere Maßnahme im geschlossenen Gerätekreislauf: das Remarketing. Für das Remarketing werden Laptops, Smartphones, Tablets und Monitore gesammelt, aufbereitet und weiterverkauft. Das Projekt Remarketing-BASIS hat unmittelbare Auswirkungen auf nachhaltige Nutzung der Geräte: „Schon 2024 ist die Nachnutzung von 30 auf 60 Prozent in die Höhe geschnellt“, sagt Henning Elbe. „Eine enorme Steigerung allein durch die Einführung des Remarketings.“

Die Zahlen untermauern den Erfolg: Gingen zum Start des Projekts 2024 noch 6.322 Komponenten ins Remarketing, waren es 2025 bereits 20.501 Geräte. Weitere 3.655 Laptops, Monitore oder Smartphones fanden in Spendenprojekten ein zweites Leben, also im Schnitt rund zehn Geräte pro Tag. Kitas, Schulen oder Feuerwehren: Öffentliche Einrichtungen und gemeinnützige Vereine profitieren von der funktionsfähigen und aufbereiteten Hardware und können ihr Interesse an den Geräten jederzeit mit einer Spendenanfrage beim Nachhaltigkeitsmanagement bekunden.


 

 

Ein zerlegtes Notebook der Firma HP

Wiederverwertung im Blick

Selbst Schrott ist nicht gleich Schrott: 3.289 Hardwarekomponenten hat Dataport im Jahr 2025 der Verwertung zugeführt. Den Wiederverwertungsprozess behält Dataport im Blick, beispielsweise durch die Besichtigung von Betrieben: „Ich möchte sehen“, so Henning Elbe, „wo unsere IT hingeht.“ In spezialisierten Recyclingbetrieben werden die Geräte zerlegt oder geschreddert: „Die Plastikteile und natürlich die Edelmetalle werden herausgetrennt, gesammelt – und entsprechend wiederverwendet.“

Ob im privaten Haushalt, in öffentlichen Institutionen oder in neuen Produkten: Dataport schreibt die Geschichte jedes einzelnen Geräts fort. Der Kreislauf dreht sich.

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