Open Source – Mehr Freiheit für die öffentliche Verwaltung
Digitale Souveränität bedeutet, selbst darüber entscheiden zu können, welche Technologien zum Einsatz kommen und wie sie weiterentwickelt werden. Open-Source-Software hilft dabei, Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern zu verringern und eigene Handlungsspielräume zu erweitern. Dataport entwickelt, integriert und betreibt offene Softwarelösungen für die öffentliche Verwaltung.
Auf dieser Seite finden Sie:
- Digitale Souveränität stärken: Unabhängiger entscheiden und handeln
- Vorteile von Open-Source-Software
- Alle Fragen im Überblick
- Kompetenz und Erfahrung: Von der Beratung bis zum sicheren Betrieb
- Open Source leichter beschaffen: Der Software-Broker
- Projekte aus der Praxis: Open Source im Einsatz
- Gemeinsam für Open Source: Wissen teilen und Lösungen entwickeln
- Der Leitfaden: Ihr Weg zu Open Source
Digitale Souveränität stärken: Unabhängiger entscheiden und handeln
Die Abhängigkeit von einzelnen Softwareherstellern kann für die öffentliche Verwaltung teuer werden, Innovationen erschweren und gerade in Krisenzeiten ihre Handlungsfähigkeit einschränken.
Open Source bietet eine Alternative: Offen zugängliche Quellcodes ermöglichen es, Software unabhängig zu prüfen, anzupassen und weiterzuentwickeln. Offene Standards können die Zusammenarbeit unterschiedlicher Systeme erleichtern. Entscheidend ist dabei nicht allein die Technologie, sondern auch ihre regelmäßige Pflege sowie ein sicherer und zuverlässiger Betrieb.
Vorteile von Open-Source-Software
Digitale Souveränität
Weniger Abhängigkeit von einzelnen Softwareherstellern.
Transparenz und Sicherheit
Offene Quellcodes ermöglichen die unabhängige Prüfung und kontinuierliche Verbesserung von Software.
Schnelle Innovationszyklen
Zusammenarbeit und neue Ideen aus der Entwicklercommunity können die Weiterentwicklung beschleunigen.
Der schnelle Überblick: Was Verwaltungen wissen solltenAlle Fragen im Überblick
Warum sollten sich Verwaltungen mit Open Source beschäftigen?
Open Source stärkt die digitale Souveränität und reduziert Abhängigkeiten. Bei einem geschlossenen Produkt entscheidet der Hersteller, was die Lizenz kostet, wie lange das Produkt gepflegt und wann es abgekündigt wird. Offener Quellcode verschiebt diese Machtverteilung. Verwaltungen können Betrieb, Support und Weiterentwicklung selbst steuern oder an Dienstleister übergeben.
Was muss vor dem Einsatz von Open Source geprüft werden?
Die Verantwortung für den Einsatz von Open Source bleibt bei der Behörde. Je nach Lösung sind dafür unter anderem Zertifizierungen, technische Audits und rechtliche Gutachten erforderlich. Besonders wichtig ist die Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Wir unterstützen mit einem standardisierten Framework, das auf Ihre Behörde und deren technische Grundlagen angepasst werden können.
Wie gelingt der Einstieg in Open Source?
Beginnen Sie mit einem Pilotprojekt in einem Fachbereich und legen Sie von Anfang an klare Erfolgskriterien und Ansprechpersonen fest. Prüfen Sie früh den Dokumentenaustausch mit Externen, die Anbindung der Fachverfahren sowie Datenschutz und Mitbestimmung.
Gibt es professionellen Support für Open-Source-Software?
Ja, wenn Sie einen Supportvertrag mit einem Dienstleister abschließen, werden Reaktionszeiten, Sicherheitsupdates und Eskalationswege verbindlich geregelt. Bei komplexen Fehlern können Korrekturen sogar in den Quellcode einfließen. Fragen Sie im Angebot gezielt nach dem Supportmodell und den Service-Leveln.
Welche Open-Source-Leistungen bietet Dataport?
Dataport unterstützt je nach Projektumfang bei Beratung, Architektur, Migration, Betrieb, Support und Qualifizierung.
Noch mehr Fragen und Antworten finden Sie in unserer ausführlichen FAQ-Übersicht.
Kompetenz und Erfahrung: Von der Beratung bis zum sicheren Betrieb
Welche Open-Source-Lösung passt zu welchen Anforderungen? Wie lässt sie sich in bestehende IT-Landschaften integrieren? Dataport berät öffentliche Verwaltungen bei diesen Fragen und begleitet sie bei der Auswahl geeigneter Technologien bis hin zur Einführung und dem sicheren Betrieb.
Die Hälfte aller laufenden Produktentwicklungen bei Dataport setzten auf Open Source. Darunter sind etablierte Softwarelösungen wie Univention Corporate Server, Open-Xchange, Nextcloud, XWiki, OpenProject und X-Road.
Open Source leichter beschaffen: Der Software-Broker
Open-Source-Software ist grundsätzlich frei verfügbar. Ihre Einführung und ihr zuverlässiger Betrieb erfordern allerdings häufig professionelle Dienstleistungen. Dazu gehören und anderem die technische Einrichtung, die Anpassung an bestehende Systeme und der laufende Support.
Mit dem Open-Source-Software-Broker erleichtert Dataport die Beschaffung offener Software und passender Dienstleistungen. Über einen Rahmenvertrag mit ALLGEIER PUBLIC und publicplan können geeignete Lösungen ausgewählt und bereitgestellt werden. Dabei werden auch rechtliche und organisatorische Anforderungen berücksichtigt.
So erhalten öffentliche Einrichtungen Zugang zu spezialisierten Open-Source-Angeboten.
Projekte aus der Praxis: Open Source im Einsatz
Von der Bürgerbeteiligung bis zum digitalen Arbeitsplatz: Open Source ist in vielen Bereichen der öffentlichen Verwaltung bereits im Einsatz. Einige Beispiele zeigen, wie Dataport offene Technologien nutzbar macht.
DIPAS: Bürgerbeteiligung auf der Karte
Mit dem Digitalen Partizipationssystem DIPAS können Bürger*innen ihre Ideen und Hinweise direkt auf interaktiven Karten eintragen. Das macht Planungsprozesse anschaulicher und Beteiligung einfacher. Bei der Planung des Bahnhofsumfelds in Hamburg-Altona beteiligten sich so mehrere Hundert Menschen online.
KERN: Ein Design für viele Verwaltungen
Digitale Verwaltungsangebote sollen verständlich, barrierefrei und einfach zu bedienen sein. Das Open-Source-Design-System KERN schafft dafür gemeinsame Grundlagen. Dataport entwickelt im Auftrag von Hamburg und Schleswig-Holstein wiederverwendbare Gestaltungselemente, die Verwaltungen bundesweit nutzen können.
Schleswig-Holstein: Der souveräne Arbeitsplatz
Rund 25.000 Arbeitsplätze: Schleswig-Holstein treibt die Umstellung seiner Landesverwaltung auf Open-Source-Software voran. Dataport begleitet das Vorhaben – vom Einsatz offener Büroanwendungen bis zur Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur. Das Ziel ist eine Verwaltung, die ihre digitale Zukunft stärker selbst gestalten kann.
dBildungscloud: Gemeinsam digital lernen
Unterrichtsmaterialien teilen, Aufgaben bearbeiten, digital zusammenarbeiten: Die dBildungscloud bietet Schulen eine offene Lehr- und Lernumgebung. Dataport betreibt und entwickelt die landesspezifischen Schulclouds für Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen weiter.
Masterportal: Geodaten sichtbar machen
Ob Stadtplanung, Umwelt oder Verkehr: Mit dem Open-Source-Masterportal können Verwaltungen eigene interaktive Kartenanwendungen bereitstellen und zentral pflegen. Geodaten werden damit leichter zugänglich, während sich der Aufwand für die Verwaltung unterschiedlicher Geoportale reduziert.
POLAR: Karten für digitale Verwaltungsdienste
Die von Dataport entwickelte Open-Source-Kartenkomponente POLAR bringt Geodaten in digitale Verwaltungsanwendungen. Informationen aus unterschiedlichen Quellen, etwa OpenStreetMap, lassen sich auf Karten darstellen, kombinieren und ergänzen. Der Quellcode ist öffentlich auf GitHub verfügbar.
Gemeinsam für Open Source: Wissen teilen und Lösungen entwickeln
Offene Technologien leben davon, dass Wissen geteilt und Software gemeinsam weiterentwickelt wird. Deshalb engagiert sich Dataport in Netzwerken und Organisationen, die Open Source und digitale Souveränität voranbringen.
Dazu gehören die Open Source Business Alliance (OSBA), die Free Software Foundation Europe (FSFE) und das Open Source Automation Development Lab (OSADL). Auch über Bitkom und EURITAS beteiligt sich Dataport am fachlichen Austausch.
Seit 2022 veröffentlicht Dataport eigene Open-Source-Lösungen auf GitHub und Open CoDE. Dort können Interessierte die veröffentlichten Quellcodes einsehen und entsprechend den jeweiligen Lizenzbedingungen weiterverwenden.

Der Leitfaden: Ihr Weg zu Open Source
Wie gelingt der Einstieg in Open Source? Worauf kommt es bei der Auswahl, Einführung und dem sicheren Betrieb an? Unser Praxisleitfaden zeigt in sechs Schritten, wie öffentliche Verwaltungen Open-Source-Lösungen einsetzen können – von der ersten Bestandsaufnahme bis zum Regelbetrieb.
Wir sind für Sie da
Das Open Source Competence Center von Dataport unterstützt Sie bei Fragen zu offenen Technologien und ihrem Einsatz in der öffentlichen Verwaltung.
