KI-gestützt transkribieren

Für Gerichtsverhandlungen, bei der Feuerwehr oder während des Elternsprechtags in der Schule: Das von Dataport und IBM entwickelte Transkriptionstool dSprachKI schreibt in vielen behördlichen und kommunalen Zusammenhängen mit. Das spart den Mitarbeitenden Zeit – und sorgt für körperliche wie psychische Entlastung.
dSprachKI hilft, wenn es brennt. Zwar kann der KI-gestützte Transkriptionsservice selbst kein Feuer löschen, dafür aber mitschreiben und protokollieren. Die Einsatzdokumentation bei der Feuerwehr gehört zu den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Tools, das gesprochene Sprache zuverlässig in Text übersetzt. Auch jenseits von Blaulichtszenarien gibt es reges Interesse an dSprachKI, zum Beispiel in Bezirksämtern und Bildungseinrichtungen. Nicht zuletzt auch wegen des Sicherheitsstandards: dSprachKI ist BSI-zertifiziert und wird komplett digital souverän im Rechenzentrum von Dataport betrieben. „Somit können selbst Daten mit hohem Schutzbedarf verarbeitet werden, also beispielsweise Vernehmungen von Zeuginnen und Zeugen vor Gericht“, erklärt Heinrich Hammerstein, Produktmanager für dSprachKI bei Dataport.

Es macht zeitlich einen großen Unterschied, etwas Wort für Wort aufzuzeichnen – oder einen vorhandenen Text nur noch korrigieren zu müssen.
Heinrich Hammerstein
Produktmanager für dSprachKI bei Dataport
Ein Transkriptionstool, das vor Gericht gehört: Mit dieser Idee hat die Geschichte von dSprachKI begonnen. „Es gab in der Justiz einfach einen Riesenbedarf“, so Heinrich Hammerstein. „Vernehmungen dauern mitunter viele Stunden und müssen händisch protokolliert werden. Es gab keine passende Lösung, also haben wir mit der Entwicklung von dSprachKI begonnen.“ Der Einsatz des Tools führt zu einer immensen Zeitersparnis: Für die Transkription einer Stunde Strafgerichtsverhandlung zum Beispiel braucht der menschliche Mitarbeitende einen ganzen Arbeitstag – vorausgesetzt, er würde ohne jede Pause nur protokollieren. Mit dSprachKI ist die Transkription in knapp zehn Minuten erledigt.
Erste Rückmeldungen von Nutzer*innen zeigen, dass das Transkriptionstool die Arbeitsweise grundlegend verändert. Heinrich Hammerstein: „Es macht zeitlich einen großen Unterschied, etwas Wort für Wort aufzuzeichnen – oder einen vorhandenen Text nur noch korrigieren zu müssen.“ dSprachKI steigert aber nicht nur die Effizienz, sondern wirkt sich auch gesundheitlich positiv aus: Beispielswiese müssen Justiz-Mitarbeitende beim händischen Transkribieren sehr belastende Schilderungen vor Gericht nicht wieder und wieder anhören – sondern lediglich das Protokoll der KI-Transkription auf Richtigkeit kontrollieren. „Uns wurde berichtet, dass die psychische Belastung deutlich geringer ist“, erklärt Heinrich Hammerstein. Auch die angespannte Körperhaltung beim stundenlangen Abschreiben des Audiomaterials, so die Rückmeldung der Nutzer*innen, lässt sich nun vermeiden. Gerade auf der Langstrecke spielt dSprachKI dabei seine Stärken aus: Während sich fünf Minuten gesprochenes Wort einer Richterin noch effizient händisch transkribieren lassen, punktet das Tool besonders bei mehrstündigen Audiomitschnitten.
Schon während der Entwicklung von dSprachKI für die Justiz wurde deutlich, dass die Anwendbarkeit und das Interesse weit über den Justizbereich hinausgehen. Daher wurde dSprachKI von Anfang an als Standardprodukt konzipiert, das auch für andere Einsatzzwecke geeignet ist. Bezirksämter etwa können die KI-gestützte Transkription bei der Mitschrift von Sitzungen einsetzen. Schulen wiederum können mit dSprachKI, protokollpflichtige Elterngespräche einfach und schnell aufzeichnen. Auch in Kommunen finden sich viele Einsatzmöglichkeiten für dSprachKI: „Selbst der kommunale Taubenzüchterverein könnte seine Jahreshauptversammlung transkribieren lassen“, freut sich Heinrich Hammerstein.
Schon kurz nach der Markteinführung gibt es viele Ideen und Anfragen für die Nutzung von dSprachKI. Deshalb arbeitet das Team Dataport daran, die Einsatzgebiete des KI-Tools weiter zu vergrößern. Derzeit unter anderem im Fokus: Die Entwicklung von Live-Transkription und Live-Übersetzung von gesprochenem Wort. Erste Feldversuche waren bereits erfolgreich, erklärt Heinrich Hammerstein: „Die technische Machbarkeit haben wir bei einem Hackathon im Herbst 2025 bereits gezeigt. Dort konnte dSprachKI direkt vom Ukrainischen ins Deutsche übersetzen und transkribieren.“ Diese und weitere Entwicklungen machen dSprachKI zu einem kompetenten Sparringspartner in der Verwaltung für alles, was Protokoll ist.