Intelligente Arbeitserleichterung
3 min.
In der öffentlichen Verwaltung müssen täglich große Mengen an Daten bearbeitet werden. Welche KI-Technologien dabei helfen können
1. Dokumente erfassen und vorsortieren
Die Intelligente Dokumentenverarbeitung (IDP, englisch: Intelligent Document Processing) liest standardisierte Formulare wie Anträge, Bescheide und Rechnungen automatisch aus. Sie verarbeitet Scans, Fotos und PDF-Dateien. Außerdem erkennt sie die Dokumentart: Bau- oder Wohngeldantrag? Anschließend leitet IDP das Dokument an die zuständige Stelle weiter.
2. Den digitalen Posteingang ordnen
Funktionspostfächer von Behörden erhalten täglich zahlreiche E-Mails. Sie zu öffnen, zu lesen und an die zuständige Stelle weiterzuleiten, kostet Zeit. Diese Arbeit lässt sich mithilfe des sogenannten Natural Language Processing (NLP) und dem KI-Tool MailFWD erledigen – vollständig automatisiert. NLP steht für die KI-basierte Verarbeitung natürlicher Sprache. Computer lernen, Sprache zu verstehen, finden Informationen in Texten und erkennen Wortarten.
3. Texte schreiben und zusammenfassen
Large Language Models (LLMs), also die großen Sprachmodelle, bauen auf NLP auf. Sie werden mit riesigen Textmengen trainiert und erfassen dadurch auch komplexe sprachliche Zusammenhänge. Textassistenten wie LLMoin sind ideale Helfer für kontextabhängige oder kreative Aufgaben. In der Verwaltung unterstützt LLMoin beim Schreiben oder beim Zusammenfassen langer Texte oder mehrseitiger PDF-Dokumente.
4. Bilder erfassen und analysieren
Computer Vision (CV), das maschinelle Sehen, verarbeitet Bilddateien, erkennt deren Inhalt und analysiert ihn. Es identifiziert beispielsweise Objekte, Farben und Strukturen. Die CV-Lösung BOLKI von Dataport hilft dabei, die Seegrasbestände im schleswig-holsteinischen Wattenmeer zu überwachen. BOLKI erkennt die Farbe und die Wuchsform von Seegraspflanzen auf Fotos und kann sie so von anderen Pflanzen unterscheiden.
5. Zuhören und mitschreiben
Automatic Speech Recognition (ASR) wandelt gesprochene Sprache automatisch in Text um. Dabei kommen Audiomodelle zum Einsatz, die trainiert wurden, um akustische Signale und Sprachlaute zu erkennen. ASR bildet die Grundlage für das KI-Tool dSprachKI, das Dataport ursprünglich speziell für den Einsatz in der Justiz entwickelt hat. Die hohe Sicherheit der Anwendung macht dSprachKI auch für andere Bereiche der öffentlichen Verwaltung interessant. Das Tool zeigt, wie KI-Teilgebiete zusammenwirken können: Die transkribierten Sprachaufnahmen lassen sich mit einem integrierten LLM gleich weiterverarbeiten.

