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dSprachKI – eine gemeinsame Entwicklung von Dataport und IBM Zusammenarbeit auf Augenhöhe

04.05.2026

4 min.

Das Entwicklerteam von Dataport und IBM bei der Arbeit.

dSprachKI hilft beim Protokoll, ob vor Gericht oder in der kommunalen Behörde. Entstanden ist das Transkriptionstool in einer Zusammenarbeit zwischen Dataport und IBM. Und die war effizient. Aus der gemeinsamen Idee wurde in wenigen Wochen ein Prototyp – und aus dem Prototypen ein BSI-zertifiziertes KI-Tool für den sicheren Einsatz in Justiz und Verwaltung. Entscheidend bei der Entwicklung: eine Kooperation, die funktioniert. 

Die Zusammenarbeit zwischen Dataport und IBM basiert auf den KI-Lösungen von IBM, die Dataport seit 2023 für seine data[port]ai-Plattform nutzt. Auf dieser Grundlage entstand ein konkreter gemeinsamer Anwendungsfall mit Entwicklungspotenzial: In der Justiz gab es Bedarf an einem Transkriptionstool, das unter hohen Datenschutzanforderungen Gerichtsverhandlungen und Sitzungen protokolliert. Ein siebenköpfiges Team setzte die Lösung um – mittlerweile ist dSprachKI produktiv im Einsatz. Martin Otto (Geschäftsfeldentwickler für Justizlösungen bei Dataport) und Elisa Krebs (Produktverantwortliche und Projektleiterin bei IBM) berichten im Interview über die Kooperation.

Was war der erste Schritt auf dem Weg zur gemeinsamen Entwicklung von dSprachKI?

Martin Otto: Wir waren 2024 ohnehin im Gespräch mit IBM über deren KI-Portfolio, das wir dann für unsere data[port]ai-Plattform genutzt haben. Dann haben wir uns aus dem Bereich Justiz mit den Kolleg*innen von IBM zusammengesetzt und gebrainstormt. So entstand die Idee, gemeinsam etwas zu entwickeln.

Und diese Idee wurde sehr schnell konkret?

Elisa Krebs: Ja, zuerst gab es eine PoC-Phase, also einen sogenannten „Proof of Concept“. Wir sind mit einem gemeinsamen Workshop gestartet und wollten herausfinden, wie wir den Anforderungen und Problemstellungen der Justiz im Blick auf ein Transkriptionstool gerecht werden können. Danach haben wir innerhalb von zehn Wochen aus der Idee heraus den ersten Prototypen von dSprachKI entwickelt. Unser Arbeitstitel damals war noch „Legal ASR“. Mit Blick auf den EDV-Gerichtstag im September 2024 war unser Ziel klar: Wir wollten dort den ersten funktionsfähigen Prototypen präsentieren und Rückmeldung dazu bekommen, ob wir mit der Idee und der Lösung tatsächlich einen konkreten Schmerzpunkt adressieren.

Gemeinsam an einem Strang zu ziehen und mit unterschiedlichen Perspektiven an einem Thema zu arbeiten, ist der eigentliche Mehrwert der Zusammenarbeit.

Martin Otto

Geschäftsfeldentwickler für Justizlösungen bei Dataport

Das Team konnte diese Version also in der frühen Entwicklungsphase schon vor Publikum ausprobieren?

Martin Otto: Ja, wir haben beim EDV-Gerichtstag – also einer Messe für die Justiz – eine kleine Bühne bekommen, ganz hemdsärmelig Mikrofone und einen Bildschirm besorgt und den Prototypen von den Menschen vor Ort ausprobieren lassen. Das kam sehr gut an. Natürlich gab es noch Qualitätsprobleme bei Sprechersegmentierung und Wortgenauigkeit, aber wir waren ja auch erst wenige Wochen dabei. Allerdings haben wir so direkt mitbekommen, dass es seitens der Justiz durchgehend großes Interesse an dem Produkt gibt. Und wir konnten in einer Umfrage ermitteln, welche Features noch gewünscht und gebraucht werden. Nach zwei Tagen hatten wir also sehr gutes Feedback und neue Hausaufgaben für die weitere Entwicklung.

 

Elisa Krebs: Danach sind wir in die MVP-Phase eingestiegen – also in die Phase, in der aus dem Prototypen ein produktiv einsetzbares Produkt werden sollte. Dafür haben wir den Prototypen funktional und qualitativ weiterentwickelt. Gleichzeitig war von Anfang an klar, dass dSprachKI so aufgebaut sein muss, dass es in der Infrastruktur von Dataport betrieben werden kann. Besonders hervorheben möchte ich die enge Zusammenarbeit zwischen IBM und Dataport: In den Entwicklungszyklen, den sogenannten Sprints, haben wir durchgängig als gemeinsames Team gearbeitet und uns täglich abgestimmt. Martin hatte die enge Verbindung zum Justizbereich und wusste, was dort gebraucht wird. Wir bei IBM haben die technische Umsetzung übernommen, während die Kolleg*innen bei Dataport sichergestellt haben, dass die Lösung produktiv in der eigenen Infrastruktur betrieben werden kann.
 

Die Bausteine im Überblick

  • dSprachKI

    Gemeinsam von Dataport und IBM entwickeltes Transkriptionstool für Justiz und Verwaltung. Ermöglicht die sichere und datenschutzkonforme Verschriftlichung von Audioaufnahmen. Vertrieb über Dataport. 

     

  • KI-Portfolio von IBM

    Es dient seit 2023 als technologische Grundlage für die Entwicklung und den Betrieb von KI-Anwendungen bei Dataport.

     

  • data[port]ai

    KI-Plattform von Dataport für den öffentlichen Sektor. Fokus auf sichere, souveräne Anwendungen in eigener Infrastruktur.

Nun gibt es für den Einsatz in der Justiz hohe Anforderungen im Blick auf Sicherheit und Datenschutz – wie seid ihr an dieses Thema herangegangen?

Martin Otto: Natürlich wollten wir in erster Linie ein gutes Produkt haben, das auf Grundlage einer Audiodatei das bestmögliche Skript liefert. Wir wussten aber auch, dass der Sicherheitsaspekt eine große Rolle spielt und wir die BSI-Zertifizierung brauchen. Deshalb haben wir Entwicklung und Zertifizierungsprozess parallel geführt und viele Konzepte geschrieben zu Datenschutz, Datenfluss und KI. Und es hat geklappt: dSprachKI erfüllt die Anforderungen an die Schutzstufe hoch und kann auch in sensiblen Bereichen wie eben der Justiz eingesetzt werden.


Elisa Krebs: Dieser Aspekt war sehr wichtig: Die Anwendung darf keine Blackbox sein. Es muss niedergeschrieben werden, was mit den Daten passiert, wo und wie lange sie gespeichert werden oder was das Tool mit den Daten macht. Wir haben also umfassend protokolliert und beschrieben, wie das Produkt anwendungsseitig agiert.
 

Wir haben über Unternehmensgrenzen hinweg als ein gemeinsames Team gearbeitet – offen, eng abgestimmt und mit einem großen gegenseitigen Vertrauen.

Elisa Krebs

Produktverantwortliche und Projektleiterin bei IBM

Lief die gemeinsame Entwicklung vor allem digital oder hat sich das Team auch getroffen?

Elisa Krebs: Wir haben zunächst vor allem virtuell zusammengearbeitet, weil unser Team deutschlandweit verteilt ist – von Hamburg, Bremen und Kiel bis nach Berlin und Frankfurt. Gleichzeitig war es uns sehr wichtig, uns alle paar Wochen persönlich zu treffen und gemeinsam zu klären: Wo stehen wir in der Produktplanung? Was gehen wir als Nächstes an? Welche Risiken sehen wir?

Martin Otto: Ein gutes Beispiel für unsere Zusammenarbeit ist wiederum der EDV-Gerichtstag. Dort haben wir uns an unseren jeweiligen Ständen gegenseitig unterstützt. Im Frühjahr 2025 haben wir dann einen KI-Tag der Justiz veranstaltet. Auch da kam IBM partnerschaftlich dazu, und Elisa und ich haben gemeinsam auf der Bühne den Stand unserer Zusammenarbeit bei dSprachKI vorgestellt. Nicht zuletzt konnten wir dSprachKI beim „Staat-Digital“-Hackathon von IBM im letzten Oktober drei Tage lang weiterentwickeln. Es sind viele gemeinsame Formate entstanden, wo wir partnerschaftlich und auf Augenhöhe agiert haben.
 

Partnerschaftlich und auf Augenhöhe: Gilt das auch für den Vertrieb des fertigen Produkts?

Elisa Krebs: Wir sind gemeinsam in die Entwicklung gegangen und halten auch gemeinsam die Rechte an dem daraus entstandenen Produkt. Genau das ist die Besonderheit dieser Zusammenarbeit. Es handelt sich nicht um eine klassische Dienstleistungsbeziehung, sondern um eine Kooperation, in der die Interessen und das Know-how beider Seiten zusammenkommen. Das stärkt auch die Vermarktung des KI-gestützten Transkriptionstools.

Martin Otto: Wenn zum Beispiel ein Justizmitarbeitender aus der Schweiz auf einer Messe an unseren Stand kommt und Interesse zeigt, dann schicken wir ihn zu IBM. Entdeckt wiederum der Vertreter einer großen Kommunalverwaltung das Tool bei IBM, dann sagen die IBM-Kolleg*innen: Melden Sie sich gern bei Dataport. Der IT-Dienstleister aus dem Norden kann dSprachKI für Sie betreiben. Wir stehen nicht in Konkurrenz, sondern unterstützen uns gegenseitig.
 

Innerhalb von zwei Jahren habt ihr das Audiotranskriptionstool entwickelt und ausgerollt. Wie erklärt ihr euch diese Dynamik?

Martin Otto: Da muss ich zunächst IBM ein großes Lob aussprechen: Die Kolleg*innen haben Drive und Tempo mitgebracht in den Prozess. Das hat uns wirklich gut getan. Gemeinsam an einem Strang zu ziehen und mit unterschiedlichen Perspektiven an einem Thema zu arbeiten, ist der eigentliche Mehrwert der Zusammenarbeit.

Elisa Krebs: Für mich liegt die Dynamik vor allem in der Zusammenarbeit selbst. Wir haben über Unternehmensgrenzen hinweg als ein gemeinsames Team gearbeitet – offen, eng abgestimmt und mit einem großen gegenseitigen Vertrauen. Dazu kam unsere iterative Arbeitsweise: regelmäßige Feedbackzyklen, schnelles Nachschärfen und immer wieder die gemeinsame Rückversicherung, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Und ich glaube, genau deshalb spürt man auch, wie wichtig uns dieses Thema war. Es war für uns nie nur ein Vorhaben auf dem Papier, sondern ein echtes Herzensthema.

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